Neu: Karpaltunnelsyndrom selbst behandeln ohne OP

Kribbeln in den Fingern, pelzige Fingerkuppen, Schmerzen, die von der Hand bis in den Ellenbogen strahlen – immer mehr Menschen werden nachts von diesen Symptomen wach. Verursacher ist das sogenannte Karpaltunnelsyndrom.  

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Rund dreimal mehr Frauen als Männer leiden darunter, vor allem im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Für diese Menschen gab es bislang nur die Operation. Das ist jetzt anders. Mit curpal kann man das schmerzhafte Leiden endlich ohne Operation behandeln.

Eva Dold aus Furtwangen im Schwarzwald litt lange unter dem schmerzhaften Karpaltunnelsyndrom. Nach der Diagnose vor zwei Jahren ließ sie sich schließlich an der rechten Hand operieren, weil sie die Schmerzen nicht mehr aushielt. Monatelang war die 54-jährige danach krank geschrieben. "Meine Hand tat weh, einfache Tätigkeiten wie heben oder ein Glas aufschrauben kann ich heute immer noch nicht richtig und die Narbe schmerzt weiter bei jeder Berührung," beschreibt Frau Dold ihren Leidensweg. 

Nach der Operation erfuhr sie von einer Freundin von der curpal. Ihre linke Hand behandelte Eva Dold daraufhin mit der neuen Methode. „Schon nach ein paar Tagen Behandlung hörte das Kribbeln in den Fingern auf, drei Wochen später konnte ich wieder durchschlafen“, berichtet sie. Dabei legte sie die Manschette nur dreimal täglich zwei Minuten an. „Hätte ich den Tipp doch bloß ein paar Wochen eher bekommen. Dann hätte ich den OP-Termin abgesagt.“ (sehen Sie hier, was Eva Dold berichtet)

Mehr Glück hatte Dr. Heinz-Dieter Unger aus Osnabrück. Für den Zahnarzt sind die Hände das wichtigste Arbeitsinstrument. Vor drei Jahren kündigte sich bei ihm das Karpaltunnelsyndrom durch Taubheit und Schmerzen in der Arbeitshand an. Die Diagnose traf ihn wie ein Keulenschlag. „Für mich klang das wie das Aus in meinem geliebten Beruf.“

An der Diagnose konnte Unger nichts ändern, aber mit einer Operation wollte er sich nicht abfinden. So forschte er im Internet und stieß auf curacarpal, einen Vorgänger des heutigen curpal, der zwischen 2001 und 2004 in Deutschland hergestellt wurde. Unger hatte Glück. Anfang 2016 hatte die Firma curmed aus Villingen das Patent übernommen und weiter entwickelt. „Ich bin den Leuten so lange auf die Nerven gegangen, bis sie mir ein Muster von curpal direkt aus der Entwicklung geschickt haben.“

Vom Erfolg der neuen Behandlungsmethode ist Unger zu 100% überzeugt. „Schon nach sechs Wochen hatte sich die Symptomatik bei mir um mindestens 80% verbessert.“ Was Unger besonders freut: „Wenn Taubheit oder Schmerzen wieder auftreten, wende ich curpal einfach wieder an. So hoffe ich, auch in Zukunft auf eine Operation verzichten zu können. “

Bei allen guten Nachrichten gibt es einen Wermutstropfen: curpal besitzt zwar eine medizinische Zulassung, die Anschaffungskosten des Geräts  werden von der Krankenkasse aber noch nicht routinemäßig übernommen. Dennoch: Nachfragen lohnt sich!