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Karpaltunnelsyndrom: manuelle Therapie statt OP

16.10.2018

Wer am Karpaltunnelsyndrom erkrankte, für den gab es bislang nur die Operation. Jetzt kommt sogar eine Studie in dem renommierten Deutschen Ärzteblatt zu dem Ergebnis, dass eine manuelle Therapie ebenso wirksam ist wie die OP.

rund in der studie schnitt die manuelle therapie im vergleich sogar besser ab als die op

In der Studie im deutschen Ärzteblatt wurden die Effekte einer chirurgischen Eingriffs mit wöchentlichen manuellen Therapien verglichen. 50 der insgesamt 100 Teilnehmerinnen wurden chirurgisch versorgt, alle hatten mindestens 6 Monate Schmerzen und Gefühlsstörungen im Versorgungsgebiet des Nervus Medianus.

Ermittelt wurden die Druckschmerz- die Temperaturschmerz- und die Kälteschmerzschwelle auf einer Skala von 0-10 vor der Therapie sowie drei, sechs, neun und 12 Monate danach.

Der Studie zufolge gaben die manuell versorgten Patientinnen nach 3 Monaten sogar eine geringere Schmerzstärke an als die operierten. Bei den nicht operierten Patientinnen lag lag die Schwelle des Druckschmerzes nach 3, 6 und 9 Monaten sogar höher als bei den operierten Frauen. Sie waren also schmerz-unempfindlicher!

rund 10% der bevölkerung erkranken im verlauf des lebens an einem karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist das häufigste Nervenkompressionssyndrom. Schätzungen zufolge erkranken rund 10% der Bevölkerung im Verlauf des Lebens an einem KTS.

Zu den Ursachen für eine Verengung des Karpaltunnels, in dem der Nerv verläuft, gehören Anatomie, mechanische Belastungen des Handgelenks oder Entzündungen. Beim KTS kommt es zu ausstrahlenden Schmerzen und Temperatur-Überempfindlichkeit infolge einer zentralen Sensibilisierung.

Betroffene, die eine Operation vermeiden wollen, können die manuelle Therapie mithilfe des neuartigen Therapiegeräts curpal® selbst durchführen. curpal® ist ein neues Therapieverfahren des Karpaltunnelsyndroms, mit dem sich durch die Dehnung des Karpaltunnels eine Operation vermeiden lässt.

curpal® leistet dasselbe wie eine operation – nur ohne schneiden und ohne nebenwirkungen

Mittels einer Manschette in Kombination mit einer Handpumpe und einem Manometer therapiert ein zweiminütiger Druck von 180 bis 200 mmHg die Verengung im Karpaltunnel. Bei drei Anwendungen pro Tag sind bereits nach wenigen Wochen deutliche Verbesserungen zu verzeichnen.

Die Manschette des curpal-Systems ist geformt wie der Buchstabe C. Das geniale Prinzip der Behandlung ist, dass die Hand in dieses C gesteckt werden kann. Drückt man nun auf die mitgelieferte Handpumpe, werden ähnlich wie bei einem Blutdruckmessgerät, Luftpolsterkissen, die in dem Handstück von curpal® liegen, aufgeblasen und es entsteht eine federartige Spannung, die den Karpalkanal dehnt.

Genau genommen wird dabei das straffe Band über dem Karpalkanal gedehnt und der Karpaltunnel wird erweitert. Durch die Dehnung bekommt der im Karpalkanal verlaufende Nervus medianus mehr Raum, der Druck auf den Nerv nimmt ab und die Symptome des Nervendrucks, wie Kribbeln in den Fingern, Schmerzen in der Nacht oder Taubheit, lassen nach.

die manuelle therapie eignet sich auch für schwangere

Da die sanfte Methode völlig ohne Nebenwirkungen auskommt, kann sie jederzeit angewendet werden und ist selbst für Schwangere geeignet, die ohnehin zumeist ohnehin nur temporär unter den Beschwerden leiden.

curpal® ist eine Entwicklung der Firma Curmed mit Sitz in Villingen-Schwenningen. Schwerpunkt von Curmed ist die Entwicklung medizintechnischer Lösungen. Mit curpal® ist eine einfache, effiziente und sanfte Behandlungsmethode zur Linderung des Karpaltunnelsyndroms gelungen.

Eine Studie im Deutschen Ärzteblatt zeigt, dass eine manuelle Therapie ebenso wirksam ist wie die Operation.

Die randomisierte Studie kommt zu dem Schluss, dass manuelle und chirurgische Behandlungsformen die ausstrahlende Druckschmerzempfindlichkeit bei Karpaltunnelsyndrom im Zeitraum von 12 Monaten ähnlich gut verbessern.

Mit dem neuen Therapiegerät curpal® können Patienten diese manuelle Therapie jetzt sogar selbst und zuhause durchführen.

Hier geht es zur Studie, veröffentlicht im deutschen Ärzteblatt.

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