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Gartenarbeit trotz Karpaltunnelsyndrom – Hände richtig einsetzen und entlasten

Wunderbarer Frühling! In der freien Natur, im Garten, in der Werbung, überall lachen einen das frische Grün und die vielen Blumen an. Also raus mit Schaufel, Harke, Erde und … wenn nur das Handgelenk keinen Ärger machen würde.

Das Karpaltunnelsyndrom – leider keine Seltenheit

Im vorangegangenen Blogbeitrag haben wir gezeigt, dass neben Krankheiten vor allem beschwerliche Arbeiten, bei denen man greifen und halten muss, ein Karpaltunnelsyndrom (KTS) bedingen oder das Risiko dahingehend stark beeinflussen können.

Das KTS entsteht durch eine Einengung des Karpaltunnels im Bereich der Handwurzel. Der Mittelhandnerv, der durch den Karpaltunnel verläuft, wird eingeengt oder abgedrückt. Das bedeutet fast immer Schmerzen und Kraftverlust. Betroffen sind in Deutschland etwa 6 Mio. Menschen, meistens zwischen 40 und 70 Jahre alt und knapp viermal häufiger Frauen als Männer.

Vorsicht, wenn es Spaß macht – wie Gartenarbeit

Nun ist das Auftreten eines KTS bei der Arbeit eine Sache. Wenn das aber in der Freizeit auftritt und bei etwas, was uns besonders viel Freude macht, erhöht das nicht selten die persönliche Leidensfähigkeit. Und das ist gar nicht gut. Bei der Gartenarbeit denken viele zuerst an Rücken und Gelenke, die sich bemerkbar machen.

Aber wenn die Hände bei Heckenschere, Schaufel, Harke, Säge, Gießkanne und Schubkarre nicht kräftig zupacken und halten können, nützt ein guter Rücken auch nicht viel.

Deswegen sind es bei einer Voruntersuchung durch z. B. den Hausarzt vor allem Greifübungen, die erste Erkenntnisse über ein mögliches KTS geben.

Bedeutet KTS das Ende meines Gartens?

Gute Frage. Ja, wenn man die Beschwerden versucht, so lange wie möglich zu ignorieren. Funktioniert »gut« in Kombination mit anderen Schmerzen, die stärker empfunden werden.

Die Sache ist: 

 • Wenn über längere Zeit Beschwerden oder Gefühlsstörungen im Handgelenk auftreten, ist eine Therapie alternativlos. 

 • Ignorieren oder Aushalten ist statistisch gesehen weder eine Therapie noch ein Heilungsansatz mit auch nur minimalen Erfolgsaussichten.

Natürlich rennt man nicht bei jedem ersten Zwicken oder Kribbeln zum Arzt. Und natürlich kann man erst einmal versuchen, Beschwerden zu lindern. Sie bauen sich meistens erst nach und nach auf, nicht wie etwa bei einem Bruch: knack und kaputt.

Tipps für Gartenfreunde, bevor es nicht mehr geht

• Mal eine Pause einlegen, bevor sich etwa der Rücken oder der ganze Körper meldet. 

• Hand zwischendurch mal mit Eis oder kaltem Wasser kühlen, ist auch eine Möglichkeit, Beschwerden kurzzeitig zu lindern. 

• Gerade monotone Tätigkeiten mal unterbrechen, wie etwa mit der Heckenschere die Gewächse des eigenen Landgutes an einem Stück zu bearbeiten. Vielleicht geht der Rest auch am nächsten Wochenende? 

 • Manschetten anlegen, ist ein guter Gedanke. Medizinische Manschetten wie curpal® vielleicht besser in Ruhephasen einsetzen, aber bei der Gartenarbeit selbst können auch einfache, nur stabilisierende Manschetten gezielt den Karpaltunnel entlasten. 

 • Der Vollständigkeit halber und generell für Hände im Garten gut: Gartenhandschuhe. Die schützen auch vor Blasen und Schwielen.


Hinweis: Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit den angebotenen Informationen, Verfahren, Produkten oder Dienstleistungen keinerlei Heilversprechen verbunden sind. Eine Linderung oder Heilung von Krankheiten wird weder zugesichert noch garantiert. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Erstellt mit KI Unterstützung.