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Was ist ein Syndrom?

Ein Syndrom bezeichnet eine Kombination verschiedener Symptome, die in auffälliger Häufigkeit auftreten und gleichartige Beschwerden zeigen. Syndrome sind in der Diagnostik wichtig, weil sie bestimmte Muster von Symptomen aufweisen. So lassen sich beispielsweise Krankheiten bestimmen, bei denen die Ursachen nicht eindeutig sind.

curpal - was passiert beim Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom: Schmerzendes Handgelenk

Was passiert beim Karpaltunnelsyndrom (CTS/KTS)?

Das Karpaltunnelsyndrom beschreibt einen Druck auf den Mittelhandnerv, so dass die Übertragung der Nervenimpulse gestört ist.

Diese Störung kann ebenso plötzlich wie langsam einsetzen sowie dauerhaft oder nur zeitweise auftreten. Wobei es häufig mit zeitweisen Beschwerden beginnt, die über die Zeit chronisch werden.

Symptome, Beschwerden

Die auftretenden Beschwerden können vom leichten Kribbeln über Schmerzen bis hin zur Gefühllosigkeit (Taubheit) entlang des Nervs reichen. Das bedeutet, nicht nur bis in die Finger, sondern auch in Gegenrichtung weit in den Arm hinein. In der Folge werden Hand oder Arm immer weniger benutzt und verlieren an Kraft. Das kann sogar eine Rückbildung der Muskulatur und im schlimmsten Fall eine dauerhafte Lähmung bedingen.

Schmerzpatienten wissen: Schon geringe Schmerzen können in chronischem Zustand immer dominanter werden. Sie sind immer da, sie fordern immer mehr Aufmerksamkeit ein, und gerade bei Nervenschmerzen ist eine medikamentöse Behandlung oft schwierig und keine dauerhafte Lösung.

Ursachen des Karpaltunnelsyndroms

Man kann zwischen drei Gruppen von Ursachen unterscheiden, wobei man die in den wenigsten Fällen exakt ermitteln kann. Deswegen spricht man ja auch von Syndrom und nicht von einer Krankheit im Sinne einer eindeutigen Ursache wie etwa einem Krankheitserreger (Virus etc.).

Gruppe 1: Druck auf den Mittelhandnerv

Die erste Gruppe umfasst Gründe für einen mechanischen Druck auf den Nerv. So ein Druck kann sehr schnell entstehen, denn der Mittelhandnerv ist nicht das einzige, was den Karpaltunnel als Passage in die Hand nutzt. So muss er sich den Platz unter anderem auch mit Sehnenscheiden (für Beugesehnen) teilen. Besonders häufig kommen vor:

 • Sehnenscheidenentzündungen

 • Knochenverdickungen

 • Gelenkzysten (Ganglien) 

 • Fehlstellungen durch Unfälle, Brüche etc.

Gruppe 2: Krankheiten erhöhen die Empfindlichkeit des Nervs

Es gibt Krankheiten, die das Nervensystem insgesamt druckempfindlicher machen. Dazu zählen:

 • Diabetes mellitus: Typ 1 (Autoimmunkrankheit) und Typ 2 (oft durch falsche Ernährung verursacht)

 • hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Schilddrüsenüberfunktion, Meno-Pause etc.)

Gruppe 3: Vorerkrankungen als Risikofaktoren

Zu den Krankheiten, die dringend verdächtigt werden, ursächlich im Zusammenhang mit CTS zu stehen, zählen (mit Risikoeinstufung):

 • Diabetes mellitus: ca. 15 Prozent

 • Adipositas: ca. 10 Prozent

 • Fettstoffwechselstörungen: ca. 26 Prozent

 • Hypertonie: ca. 38 Prozent

Ursachen in der aktuellen Forschung


Der Risikofaktor Diabetes für ein Karpaltunnelsyndrom ist in den letzten Jahren durch verschiedene, groß angelegte Studien (besonders in Skandinavien) nochmal deutlich hochgestuft worden. Alle bis hierhin genannten Faktoren gelten als wissenschaftlich stabil gesichert. Andere möglicherweise relevante Ursachen werden derzeit noch untersucht. Sie sind aufgefallen, müssen aber noch weiter in Studien überprüft werden.


Dazu zählen:

 • Rauchen (Es gibt Hinweise, aber noch keinen eindeutigen wissenschaftlichen Konsens dazu.)

 • Genetische Faktoren im Zusammenhang mit dem Frozen Shoulder Syndrom (eine vergleichsweise neue medizinische Hypothese / hier werden übrigens auch Zusammenhänge mit Diabetes untersucht)

 • krankhafte Ablagerungen von Eiweiß sowie Amyloidose (Ist aktuell in der Forschung, wird aber z. B. von der Uniklinik Düsseldorf bereits als mögliche Ursache aufgeführt.)

curpal - Ursachen in der aktuellen Forschung Karpaltunnelsyndrom

Forschungen zu Ursachen des Karpaltunnelsyndroms

Statistische Daten zum Karpaltunnelsyndrom in Deutschland

curpal - statistik zum Karpaltunnelsyndrom

Neuerkrankungen pro Jahr

 Für die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr gibt es derzeit keine konkrete Zahl, die wissenschaftlich eindeutig belegt ist. Die Medizin spricht derzeit von 3 bis 7 Neuerkrankungen von 1.000 Deutschen pro Jahr. 

Operative Eingriffe pro Jahr

 Anders ist das beispielsweise bei der Zahl der operativen Eingriffe zum Karpaltunnelsyndrom. Hier verzeichnet der Gemeinsame Bundesausschuss (Aufsichtsbehörde ist das Bundesministerium für Gesundheit) ca. 300.000 Eingriffe jährlich, von denen allerdings etwa 90 Prozent ambulant erfolgen. Das sagt allerdings nicht wirklich belastbar etwas über Neuerkrankungen pro Jahr aus, da die Eingriffe in sehr unterschiedlichen Stadien vorgenommen werden.

Allgemeine Risikoverteilung

 Frauen erkranken 3 bis 4 Mal häufiger am CTS. Das Risiko einer Erkrankung steigt geschlechterübergreifend ab dem 40. Lebensjahr deutlich an. Der Alterszeitraum mit dem größten Risiko reicht bis zum 60. Lebensjahr. Bei körperlich hart arbeitenden Menschen kommt das Karpaltunnelsyndrom etwa 3 bis 7 Mal häufiger vor – in der genannten Verhältnismäßigkeit der Geschlechter.

 Das Risiko, in der Schwangerschaft (hormonelle Veränderungen) daran zu erkranken, ist um 17 Prozent höher. Allerdings geht es dann nach der Entbindung auch zumeist wieder weg. Wichtig: Diese Fälle sind bei der 3- bis 4-fachen Häufung gegenüber Männern zu vernachlässigen, da die Erkrankungen erst ab dem 40. Lebensjahr deutlich ansteigen.

 Patienten mit Niereninsuffizienz, die auf Dialyse angewiesen sind, erkranken gut 30 Prozent öfter als je nach Geschlecht üblich. 

 In ca. 80 Prozent der Fälle tritt das Syndrom beidseitig auf. Hier hatte man vor nicht allzu langer Zeit nur etwa 50 Prozent angenommen. (Studien-Hinweis: Association Between Carpal Tunnel Syndrome and Subsequent Heart Failure Among Adults in Germany, veröffentlicht 2023)

Behandlungsmethoden

Wie bereits erwähnt, kann das Karpaltunnelsyndrom in 90 Prozent der Fälle ambulant bzw. konservativ behandelt werden. Allerdings sollte dem immer ein Besuch beim Hausarzt mit einer Diagnose vorausgehen, die natürlich Einfluss auf die Behandlungsmethode hat.

Medizinisch-konservative Behandlung 

  1. Nicht selten schließt die Behandlung einer zugrunde liegenden Krankheit wie Schilddrüsenerkrankungen oder Fettleibigkeit die Beschwerden des Karpaltunnelsyndroms automatisch ein. 
  2.  Eine medikamentöse Therapie hilft in der Regel akut, aber nicht für einen längeren Zeitraum, da nur die Schmerzen behandelt werden. 
  3. Ebenfalls nicht selten sind Behandlungen durch Physio- und Ergotherapie wirksam.

Konservative Behandlung

  1. Hierbei werden nicht nur die Schmerzen, sondern häufig im Fall von temporären oder mechanischen Drucksituationen auch Ursachen behandelt.
  2. Starre Schienen oder vergleichbare Modelle sind bei leichten bis mittelschweren Symptomen immer einen Versuch wert.
  3. Dynamische Systeme wie curpal (mit Druckluft gesteuerte Manschette bzw. Handgelenk-Dehnbandage) sind für alle Schmerzstadien auch langfristig einen Versuch wert.

Operativer Eingriff

  1.  Hierbei wird entweder offen oder durch Einsatz der Endoskopie das Karpalgewebe durchtrennt. 
  2.  Der Eingriff erfolgt zumeist ambulant.
  3.  Der Mittelhandnerv wird sofort entlastet.
  4.  Ein operativer Eingriff bedeutet aber immer ein zusätzliches Risiko.

Auswahlkriterien für die Behandlungsmethode

In Bezug auf konservative Hilfsmittel kann der Patient in der Regel selbst entscheiden, ob und auf welche Schiene bzw. Handgelenk-Dehnbandage er setzt.

Starre Schiene:

  • als Standard-Hilfsmittel anerkannt
  • verringert Druck auf Karpaltunnel durch passiven Gegendruck, nicht flexibel anpassbar
  • begrenzte Zeit wirksam bzw. als Ergänzung zu einer Therapie weniger geeignet
  • Leichte bis mittlere CTS-Symptome
  • Häufig mit Folgekosten (Verbauchsmittel)

Dynamische Handgelenk-Dehnbandage wie curpal:

  • als erweitertes Hilfsmittel (05.07.03.0002) anerkannt
  • übt durch dosierbaren Luftdruck flexiblen Gegendruck aus, der sich dem Heilungsprozess aktiv und schonend anpasst
  • langfristig wirksam, besonders als Ergänzung zu einer Therapie 
  • Leichte bis schwere CTS-Symptome
  • Erfolgsquote bis zu 80 Prozent

Die Bestimmung der Erfolgsquote ist etwas ungenau. Denn miteinander kombinierte Behandlungsmethoden sind beim Karpaltunnelsyndrom keine Ausnahme. 

Naturgemäß sind individuell einstellbare Systeme besser anpassbar an:

 • parallele Behandlungen

 • den Heilungsprozess

 • das individuelle Schmerzempfinden

 • den Alltag der Betroffenen (Beruf, Schlafenszeiten etc.)

Selbst bei vergleichbarer Erfolgsquote sind das für viele Betroffene entscheidende Vorteile.

curpal - Zitat zum Erfolg bei Karpaltunnelsyndrom
„Das Karpaltunnelsyndrom ist heute gut behandelbar. Dank moderner, konservativer Methoden wie curpal lassen sich Beschwerden oft wirksam lindern – schonend, unkompliziert und ohne operativen Eingriff.“


Fazit: Vielseitig behandelbar mit guten Heilungschancen

Das Karpaltunnelsyndrom ist heute gut behandelbar, hinsichtlich seiner Inzidenzen allerdings auch an moderne Risikofaktoren wie Adipositas oder evolutionär ungewohnte Belastungsmuster in Bezug auf Knochen und Gelenke gebunden. Umso besser ist die Feststellung, dass unabhängig davon sowohl die Diagnostik als auch fortschrittliche Behandlungsmethoden wie mit curpal immer schonender, unkomplizierter und effektiver werden.

Die gute Nachricht

In den allermeisten Fällen lässt sich das Karpaltunnelsyndrom ambulant und ohne Operation behandeln. Neben Physiotherapie und Schienen hat sich vor allem curpal bewährt:

 • Schonend und einfach: curpal arbeitet mit einem innovativen pneumatischen System

 • Wirksam bei leichten bis mittleren Beschwerden: Studien zeigen eine hohe Erfolgsquote von bis zu 80 %

 • Immer einen Versuch wert: Eine echte Alternative, bevor an eine Operation gedacht wird

 • Patentiert

 • Hilfsmittelnummer 05.07.03.0002

 • Made in Germany

Statt Medikamente oder Eingriffe wählen viele Betroffene den sanften Weg – und setzen erfolgreich auf curpal, die Handgelenk-Dehnbandage.


curpal - FAQ zum Karpaltunnelsyndrom

FAQ – Karpaltunnelsyndrom & curpal

Was ist das Karpaltunnelsyndrom (CTS/KTS)? 

Das CTS/KTS entsteht, wenn der Mittelhandnerv im Karpaltunnel durch Druck eingeengt wird. Dadurch kommt es zu einer Störung der Nervenimpulse in Hand und Arm. 

Welche Symptome sind typisch? 

  • Kribbeln, Schmerzen oder Taubheit in Fingern und Hand 
  • Ausstrahlung bis in den Arm 
  • Kraftverlust und eingeschränkte Nutzung der Hand 
  • Im Verlauf: Rückbildung der Muskulatur, in schweren Fällen Lähmungserscheinungen 

Welche Ursachen gibt es? 

  • Mechanische Faktoren: Sehnenscheidenentzündungen, Knochenverdickungen, Zysten, Fehlstellungen
  • Krankheiten: Diabetes, hormonelle Veränderungen (z. B. Schwangerschaft, Schilddrüsenstörungen, Meno-Pause) 
  • Risikofaktoren: Adipositas, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck 
  • Weitere Einflüsse (aktuelle Forschung): Rauchen, genetische Faktoren, Amyloidose 

Wie häufig tritt CTS auf? Wer ist besonders betroffen? 

  • 3–7 Neuerkrankungen pro 1.000 Personen jährlich 
  • Ca. 300.000 Operationen pro Jahr in Deutschland 
  • Frauen erkranken 3–4 Mal häufiger, v. a. zwischen 40 und 60 Jahren 
  • In etwa 80 % der Fälle tritt CTS beidseitig auf 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? 

  • Konservativ: Schienen, Physiotherapie, Ergotherapie, medikamentöse Schmerztherapie 
  • Dynamische Systeme: z. B. curpal mit pneumatischer Manschette, die den Druck flexibel reguliert (Handgelenk-Dehnbandage) 
  • Operativ: ambulante Durchtrennung des Karpalbandes bei therapierefraktären Fällen 

Wie wirkt curpal und welche Vorteile werden geboten? 

  • Dosierbarer Luftdruck entlastet den Nerv individuell und schonend 
  • Geeignet bei leichten bis schweren CTS/KTS-Symptomen 
  • Erfolgsquote bis zu 80 % 
  • Patentiert und in Deutschland entwickelt 
  • Zugelassenes Medizinprodukt der Klasse 1 
  • Hilfsmittelnummer 05.07.03.0002

Wann ist eine Operation sinnvoll? 

Wenn konservative Maßnahmen (inkl. curpal, Schienen und Physiotherapie) nicht ausreichend helfen oder wenn schwere Nervenschäden drohen. 

Wie sind die Heilungschancen? 

Sehr gut – die Mehrheit der Patienten kann ambulant und ohne Operation behandelt werden. Moderne Methoden wie curpal bieten dabei eine wirksame und schonende Alternative.


Rechtlicher Hinweis: Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit den angebotenen Informationen, Verfahren, Produkten oder Dienstleistungen keinerlei Heilversprechen verbunden sind. Eine Linderung oder Heilung von Krankheiten wird weder zugesichert noch garantiert. Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.