Neu: Karpaltunnelsydrom richtig behandeln

27.09.2016

Eva Dold aus Furtwangen im Schwarzwald kennt die Leiden von Karpaltunnelsyndrom-Patienten genau. Nach der Diagnose vor zwei Jahren ließ sie sich vor sechs Wochen an der rechten Hand operieren, weil sie die Schmerzen nicht mehr aushielt. Seitdem ist die 54jährige krankgeschrieben. Die Hand tut weh, einfache Tätigkeiten wie heben oder ein Glas aufschrauben kann sie immer noch nicht und die Narbe schmerzt bei jeder Berührung. Nach der Operation erfuhr sie von einer Freundin von der curpal. Seitdem behandelt sie ihre linke Hand mit der neuen Methode. „Schon nach ein paar Tagen Behandlung hörte das Kribbeln in den Fingern auf, drei Wochen später konnte ich wieder durchschlafen“, berichtet Eva Dold. Dabei legt sie die Manschette nur dreimal täglich zwei Minuten an. „Hätte ich den Tipp doch bloß eine Woche eher bekommen. Dann hätte ich den OP-Termin abgesagt.“

Mehr Glück hatte Dr. Heinz-Dieter Unger aus Osnabrück. Für den Zahnarzt sind die Hände das wichtigste Arbeitsinstrument. Vor drei Jahren kündigte sich bei ihm das Karpaltunnelsyndrom durch Taubheit und Schmerzen in der Arbeitshand an. Die Diagnose traf ihn wie ein Keulenschlag. „Für mich klang das wie das Aus in meinem geliebten Beruf.“ An der Diagnose konnte Unger nichts ändern, aber mit einer Operation wollte er sich nicht abfinden. So forschte er im Internet und stieß auf curacarpal, das zwischen 2001 und 2004 in Deutschland hergestellt wurde. Unger hatte Glück. Anfang 2016 hatte die Firma curmed aus Villingen das Patent übernommen und weiter entwickelt. „Ich bin den Leuten so lange auf die Nerven gegangen, bis sie mir ein Muster von curpal direkt aus der Entwicklung geschickt haben.“ Vom Erfolg der neuen Behandlungsmethode ist Unger zu 100% überzeugt. „Nach sechs Wochen hat sich die Symptomatik bei mir um mindestens 80% verbessert.“ Was Unger besonders freut: „Wenn Taubheit oder Schmerzen wieder auftreten, wende ich curpal einfach wieder an und hoffe, so auch in Zukunft auf eine Operation verzichten zu können. “

Bei allen guten Nachrichten gibt es einen Wermutstropfen: curpal besitzt zwar eine medizinische Zulassung, die Anschaffungskosten des Geräts  von 199 Euro werden von der Krankenkasse nicht routinemäßig übernommen. 

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